Nickelback, ein Phänomen. Die vier Kanadier verkauften insgesamt weit über 27 Millionen Alben weltweit, setzten sich mit 13 Singles in den Charts in aller Welt fest, rockten alles was es zu rocken gibt. Ohrwurmfaktor: 101%. Von Klassikern wie “How You Remind Me” bis zum aktuellen “This Afternoon” ist einem die Band immer präsent.
Das Schöne an dieser Band ist, dass sie niemals ihre Ideale verloren hat und nie ihre Fans vernachlässigt hat, was ja bekanntlicher Maßen in diesem Geschäft sehr schnell passieren kann. Dies ist hauptsächlich der Seele der Band zu verdanken, Chad Kroeger.
„Unser Erfolg ist nicht selbstverständlich. Wir wissen, dass all das schnell vorbei sein könnte und man von einem auf den anderen Tag in der Anonymität verschwinden kann.“
- Kroeger
Eigentlich sollte man denken, dass sich das Erfolgsrezept von Bandleader Chad Kroeger langsam erschöpft hätte, doch auch auf Dark Horse straft der Kanadier wieder alle seine Kritiker Lügen. Die Songs sind kurz und kompakt wie eh und je, Experimente und Abschweifungen werden konsequent vermieden, und trotzdem klingen die elf Songs überaus frisch und originell. Mit bombastischen Stadionhymnen wie “Burn It To The Ground”, einfallsreichen Gesangs-Arrangements à la “Something In Your Mouth”, lässigen Midtempo-Hits der Marke “Gotta Be Somebody” und “If Today Was Your Last Day”, Halbballaden wie “I´d Come For You” oder rauen Akkordgewittern vom Schlage eines “Next Go Round” untermauern Nickelback einmal mehr ihre Ausnahmestellung im harten Mainstream-Rock-Sektor. Kroegers Händchen für unwiderstehliche Melodien und griffige Power-Riffs ist dabei mal wieder der entscheidende Pluspunkt, der seine Band deutlich von der Konkurrenz abhebt.
Tracklist:
1. Something In Your Mouth (3:38)
2. Burn It To The Ground (3:28)
3. Gotta Be Somebody (4:13)
4. I’d Come For You (4:22)
5. Next Go Round (3:43)
6. Just To Get High (4:02)
7. Never Gonna Be Alone (3:47)
8. Shakin’ Hands (3:39)
9. S.E.X. (3:53)
10. If Today Was Your Last Day (4:08)
11. This Afternoon (4:34)
‘11 new Nickelback classics’ heißt es vollmundig auf dem Sticker von “Dark Horse”, und wenn mir solche Aussagen als Musikfan lediglich ein Schmunzeln oder sonstige Gesichtsverrenkungen in die Visage zaubern, so weiß ich doch als Redakteur, dass die Aussage gar nicht so weit her geholt ist. Tatsache ist, dass die Jungs aus Kanada zumindest live ordentlich rocken und musikalisch lange nicht so mies sind, wie sie gern gemacht werden.
- Michael Edele, laut.de
Fazit:
Sauberes, griffiges Album, ohne große Schwächen. Einziges Manko: Ab und zu ein klein wenig zu einspurig, daher keine volle Punktzahl. Schöner Allrounder.
Wertung: 9/10

























